Welche Sicherheitstipps müssen bei einem Dickenhobel beachtet werden?

Werkzeugmaschinen werden in drei Gefährdungsstufen unterteilt:

  • Stufe I: Leichtere Unfälle beziehungsweise Gesundheitsschäden treten sehr häufig auf oder es kommt relativ oft zu schweren Unfällen und Gesundheitsschäden.
  • Stufe II: Leichtere Unfälle sind häufig, ebenso wie leichtere Gesundheitsschäden. Schwere Unfälle und Gesundheitsschäden sind relativ selten.
  • Stufe III: Leichte Gesundheitsschäden sind ebenso wie leichte Unfälle nur selten zu erwarten. Zu schweren Unfällen und Gesundheitsschäden kommt es ausschließlich in extremen Ausnahmefällen.

Der Dickenhobel fällt unter die Definition der Stufe III für Werkzeugmaschinen. Der Betrieb der Dickenhobelmaschine ist bei entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen also kaum mit Gefahren verbunden. Dennoch sollten Sie bei dem Gebrauch die folgenden Regeln einhalten:

  • Einen Gehörschutz tragen. Auch in größeren Werkstätten gehören Dickenhobel zu den größten Lärmverursachern. Sie erzeugen einen lauten, hohen Ton und können das Gehör damit nachhaltig schädigen. Moderne Modelle verfügen zwar über eine bessere Schalldämmung, als ältere Varianten, können aber dennoch schädlich sein.

    Tipp: Ältere Dickenhobel können je nach Anbieter nachträglich mit einer besser gedämmten Abdeckung versehen werden, um die Lärmbelastung zu reduzieren.
  • Eine weitere wesentliche Gefahrenquelle findet sich im möglichen Verletzungsrisiko durch rückschlagende Werkstücke. Dies kann beispielsweise dann auftreten, wenn sich Unebenheiten oder Verhärtungen wie unter anderem Astlöcher, im Werkstoff befinden. Eine Rückschlagsicherung kann derlei Risiken verhindern. Damit diese funktional bleibt, müssen die Greifer am Einzug der Dickenhobelmaschine scharf und beweglich gehalten werden.
  • Um Unfälle zu verhindern, ist bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten der Dickenhobel abzuschalten und gegen ein unbeabsichtigtes Einschalten zu sichern.
  • Während des Betreibens sind Sicherheitsschuhe und eng anliegende Kleidung zu tragen.
  • Bei Messerüberstand mit Lehre einstellen.
  • Vor dem Einsatz auf eine saubere Spannfläche und entfettete Messer achten.
  • Bei Betrieb und Wartung nach Herstellerangaben richten.
  • Nur zugehöriges oder entsprechendes Zubehör und Werkzeug verwenden.
  • Dickenhobel nur mit Absaugung betreiben.
  • Zurückbleibende Holzreste wie Späne und Splitter nicht mit der ungeschützten Hand entfernen.
  • Die Dickenhobelmaschine nicht bei der maximal möglichen Spanabnahme betreiben. Dieses Vorgehen ist nicht nur nachteilig für die Qualität des Werkstücks, es stellt auch eine extreme Belastung für das Gerät dar. Die bessere Variante ist es, mehrere Hobelvorgänge durchzuführen, bis das gewünschte Endmaß erreicht ist.